Sportsoziologie

Über die Sportsoziologie

Der Sport ist ein Sozialbereich, dem es immer wieder in erstaunlicher Weise gelingt, eine große Anzahl von Menschen sowohl aktiv in Bewegung zu setzen als auch passiv zu unterhalten und zu begeistern. Für viele Gesellschaftsmitglieder ist er hierdurch zu einer wichtigen und konstanten Bezugsgröße geworden, die das Leben begleitet, den Zeitfluss interpunktiert und den modernen Alltag mit Sinn aufrüstet. Die zahlreichen Leistungs- und Nutzenverschränkungen, die der Sport durch seine Körper- und Personenorientierung inzwischen mit seinem Umfeld etabliert hat, zeugen davon, dass er im Kontext der modernen Gesellschaft nicht mehr nur beiläufig wahr- und in die Pflicht genommen wird. Die breite, bis hin zur Zivilreligion steigerbare Inanspruchnahme des Sports als „neue“ Sinninstanz deutet dabei nicht nur auf den Sport selbst, sondern verweist umgekehrt auf die Verdrängungen und Verluste, die Menschen durch den Prozess der funktionalen Differenzierung in der Entwicklung der modernen Gesellschaft hinnehmen müssen. Der Sport ist insofern sowohl ein Gegen- als auch ein Entsprechungsmodell der modernen Gesellschaft. Die Sportsoziologie ist diejenige Wissenschaftsdisziplin, die den Sport in seinen organisierten und unorganisierten Ausprägungen sowie in seinen hellen und dunklen Seiten mit dem soziologischen Theorie- und Methodeninventar beobachtet und analysiert und auf dieser Grundlage Beratungsofferten für individuelle und korporative Akteure zur Verfügung stellt.

Pünktlich zur WM hat das Berliner Journal für Soziologie einen Artikel über die ungebrochene Popularität Diego Maradonas in Argentinien veröffentlicht, den Felix Kühnle gemeinsam mit Marcel Reinold von der Arctic University of Norway in Alta geschrieben hat. Der Beitrag steht unter folgendem Link zum Download zur Verfügung: https://link.springer.com/article/10.1007/s11609-022-00488-4


Das Examenskolloquium des AB Sportsoziologie für Kandidatinnen und Kandidaten im Frühjahr 2023 wird am Freitag, den 11. November 2022 um 16 Uhr im Besprechungsraum des Instituts für Sportwissenschaft (S 117/114) stattfinden. Bei Interesse melden Sie sich bitte vorab an unter


Am 10.11.2022 wird Felix Kühnle ein Webinar zum Thema „Depression in Organisationen des Leistungssports“ an der Trainerakademie Köln halten. Die Fortbildung ist für Bundes- und Landestrainer/innen aller Sportarten und Disziplinen offen.


Auf der 3. Jahrestagung des Netzwerks „Qualitative Sozialforschung in der Sportwissenschaft“ wird Felix Kühnle am 29. November 2021 einen Hauptvortrag zum Thema „Depression im Spitzensport als Thema der (Netz-)Öffentlichkeit“ halten. Die diesjährige Netzwerktagung beschäftigt sich mit der sozialwissenschaftlichen Forschung zu Körper und Sport unter den Bedingungen der Digitalisierung.


Felix Kühnle wird in Zukunft als Referent für Sportsoziologie im Rahmen der neu geschaffenen A-Trainer/innen-Ausbildung „Sportklettern“ im Deutschen Alpenverein (DAV) fungieren. Am 7. November 2021 hat er bereits eine Unterrichtseinheit über „Erwartungsstrukturen und Erwartungshaltungen im olympischen Spitzensport“ in diesem Zusammenhang durchgeführt.


Am 4. Oktober 2021 hat die Kick-off-Veranstaltung im Projekt „Partizipative Organisationsentwicklung zur individualisierten Athletenentwicklung am Olympiastützpunkt“ (PRIO-Projekt) für Athletinnen und Athleten der Sportarten Hockey, Boxen und Rugby am Olympiastützpunkt Metropolregion Rhein-Neckar in Heidelberg stattgefunden. Folglich werden wir ab sofort voll in die Hear-Phase des Projekts einsteigen. Genaueres zum PRIO-Projekt, das unter Beteiligung des Darmstädter AB Sportsoziologie durchgeführt wird, erfahren Sie unter https://prio-projekt.net/.


Felix Kühnle wurde angefragt, einen sportsoziologischen Beitrag zum jährlich stattfindenden „Tag der Sportpsychologie“ im Deutschen Olympischen Sportbund (DOSB) zu leisten. Am 29. Oktober 2021 wird er dort einen Vortrag mit dem Titel „Depression im Spitzensport als Kommunikationsthema: Beobachtung zweiter Ordnung“ halten.


Prof. Felix Kühnle, Leiter des AB Sportsoziologie, wurde an die Akademie für Politische Bildung in Tutzing eingeladen, um zwei Hauptvorträge im Rahmen des Online-Fortbildungsseminars „Sport und Politik. Die Olympischen Spiele von Tokio 2021 aus politischer Perspektive“ (26./27. April) beizusteuern. Aufgrund der pandemischen Lage werden die beiden Vorträge zum Thema „Der Schatten des Dopings: Geschichte, Methode, Problematiken“ sowie mit dem Titel „Depressionen im Spitzensport: Psychisches Leiden als Kommunikationsthema” (jew. 90 min; inkl. Workshop) leider nicht am schönen Starnberger See, sondern online stattfinden.

Foto Name Arbeitsgebiet(e) Kontakt
Professor_innen
Prof. Dr. Felix Kühnle
Leitung: Sportsoziologie
Sportsoziologie
+49 6151 16-24114
S1|18 212
Emeriti
Prof. Dr. Karl-Heinrich Bette
Sportsoziologie
Wissenschaftliche Mitarbeiter_innen
Lorena Franco
Sportsoziologie
+49 6151 16-24121
S1|18 211
Larissa Reich
Sportsoziologie
S1|18 211
Lehrbeauftragte
Dr. Mischa Kläber
Sportsoziologie
069 / 6700-440
Christian Schulz
Fachleitung: Krafttraining, Funktionelles Training
Funktionelles Training, Sportsoziologie, Krafttraining
+49 6151 16-76562
H1 08
Studentische Mitarbeiter_innen
Johannes Buchholz
Sportsoziologie
S1|18 211
Saskia Kern
Sportsoziologie
S1|18 211
Jan Willner
Sportsoziologie, Handball
S1|18 211

Nachfolgend finden Sie alle Lehrveranstaltungen im Arbeitsbereich Sportsoziologie aufgelistet. Nicht jede dieser Lehrveranstaltungen findet regelmäßig statt. Informieren Sie sich gegebenenfalls beim jeweiligen Dozenten oder dem Leiter des Arbeitsbereichs.

Weitere Informationen und Inhalte zu den Lehrveranstaltungen für das aktuelle Semester finden Sie im Vorlesungsverzeichnis der TUD auf diesen Seiten.

Titel Veranstaltungsart Dozent
Sportsoziologie Vorlesung Prof. Dr. Felix Kühnle
Sportmanagement Projektseminar Prof. Dr. Felix Kühnle
Organisationsethik im Sport Seminar Prof. Dr. Felix Kühnle
Sport, Körper und Gesundheit Seminar Prof. Dr. Felix Kühnle
Spitzensport: Soziologisch betrachtet Seminar Prof. Dr. Felix Kühnle
Sport und soziale Arbeit Seminar Prof. Dr. Felix Kühnle
Qualitative Forschungsmethoden Seminar Prof. Dr. Felix Kühnle
Soziologie des Sportevents Seminar Lorena Franco
Depression im Spitzensport: Soziologisch betrachtet Proseminar Prof. Dr. Felix Kühnle
Sport und Gesundheit Proseminar Prof. Dr. Felix Kühnle
Doping und Dopingprävention Proseminar Prof. Dr. Felix Kühnle
Spitzensport, Massenmedien und Wirtschaft Proseminar Prof. Dr. Felix Kühnle
Sportorganisationen Proseminar Dr. Mischa Kläber M.A.
Sport und Gefühle – Soziologisch betrachtet Proseminar Christian Schulz
Sinndimensionen im Sport Proseminar Lorena Franco
Sportsoziologie Seminar Prof. Dr. K.-H. Bette
Soziologie des Fußballs Seminar Prof. Dr. K.-H. Bette
Sporthelden. Zur Soziologie sozialer Prominenz Seminar Prof. Dr. K.-H. Bette
Die Dopingfalle Seminar Prof. Dr. K.-H. Bette
X-treme. Zur Soziologie des Abenteuer- und Risikosports Seminar Prof. Dr. K.-H. Bette

Die Forschungstätigkeiten im Arbeitsbereich finden im Schnittpunkt verschiedener Themengebiete statt: der Soziologie des Sports, der Medizin- und Gesundheitssoziologie, der Soziologie des Körpers und der neueren soziologischen Systemtheorie. In allen Bereichen entstanden richtungsweisende Monographien und Artikel, die in renommierten Verlagen und Zeitschriften (transcript Verlag, edition Suhrkamp, stw-Reihe Suhrkamp, de Gruyter, UVK, Sport und Gesellschaft, Sportwissenschaft etc.) publiziert wurden. Insbesondere die Schriften zur Systemtheorie des Sports, zur Soziologie der Depression im Spitzensport, zur Soziologie des Dopings und der Dopingprävention, zur Soziologie des Körpers, zur Soziologie des Abenteuer- und Risikosports und zur Soziologie des Heroischen im Sport gehören in Soziologie und Sportwissenschaft zur Standardliteratur von Lehrveranstaltungen und akademischen Prüfungen. Auch Sportinstitutionen (z.B. Deutscher Olympischer Sportbund, Nationale Anti-Doping Agentur, Akademie für politische Bildung, Anti-Doping-Gremien des Bundes und der Fachverbände) sowie massenmediale Akteure greifen in ihren Ausbildungsmaßnahmen, Analysen und Strategien immer wieder auf die Ergebnisse der im Arbeitsbereich Sportsoziologie der TU Darmstadt erarbeiteten Studien zurück. Die Publikation „Depression im Spitzensport: Psychisches Leiden als Kommunikationsthema“ des Arbeitsbereichsleiters wurde mit dem DOSB-Wissenschaftspreis für die Jahre 2019/20 (1. Platz) ausgezeichnet. Zahlreiche Artikel und Monographien von Prof. Karl-Heinrich Bette wurden ins Englische, Französische, Koreanische, Japanische, Chinesische und Türkische übersetzt.

Schematische Darstellung der Forschungsaktivitäten im Arbeitsbereich
I. Allgemein
  • Sportsoziologie
  • Medizin- und Gesundheitssoziologie
  • Körpersoziologie
  • Neuere soziologische Systemtheorie
II. Speziell
  • Depression im Spitzensport
  • Doping im Hochleistungssport
  • Dopingprävention
  • Präsentismus und Schmerzmitteleinsatz im Spitzensport
  • Sportlerbiographien und Athletenentwicklung
  • Förderungseinrichtungen im Hochleistungssport
  • Athletenpartizipation
  • Sport und Individualisierung
  • Sportbegeisterung und Gesellschaft
  • Wirtschaft, Politik, Massenmedien und Spitzensport
  • Abenteuer- und Risikosport
  • Neue Trendsportarten
  • Sportevents
  • Sporthelden
  • Sport und Körper
  • Körper und Gesellschaft
  • Sport und Stadt
  • Sozialfigur des Trainers
  • Systemtheorie und Sport
  • Wissenschaftliche Sportberatung
  • Systemische Interventionen im Sport
  • Reflexive Sportwissenschaft

Informieren Sie sich bitte im nachstehenden Dokument über die Vorgehensweise bei der Betreuung von Abschlussarbeiten im Arbeitsbereich Sportsoziologie.
Abschlussarbeiten im AB Sportsoziologie (wird in neuem Tab geöffnet)

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