Faktoren psychischer Widerstandsfähigkeit

Faktoren psychischer Widerstandsfähigkeit in Sport und Wirtschaft – eine Expertise zur Resilienz in diesen Handlungsdomänen

Lebenskrisen aufgrund schwerer Verletzungen, gravierender Erkrankungen oder eines einschneidenden Verlustes, Burn-out oder Depressionen sind auch oder gerade ein Thema für Menschen, die Höchstleistungen erbringen – seien es Sportler/innen, seien es Manager/innen. Erstaunlicherweise geht mancher nicht nur unbeschadet, sondern sogar gestärkt aus diesen kritischen Lebenssituationen hervor.

Resilienz meint aus einer psychologischen Perspektive die psychische Widerstandsfähigkeit gegenüber kritischen Lebensereignissen oder Risikofaktoren. Resiliente Personen sind in der Lage, kritische Ereignisse oder negative Einflüsse ohne andauernde gesundheitliche Beeinträchtigungen zu bewältigen und erfahren unter Umständen wider Erwarten sogar eine Stärkung ihrer Resilienz. Während im Ursprung eher gravierende Lebensereignisse und Risikofaktoren angesprochen wurden – beispielsweise Armut, Gewalt, schweren Erkrankungen, Katastrophen – wird diese „Toleranz gegenüber Störungen“ mittlerweile auch nicht nur für die Bewältigung von extremen „Lebenskrisen“, sondern auch für weniger gravierende Lebenssituationen und -bedingungen herangezogen. Die bisherige Resilienzforschung beschäftigt sich überwiegend mit Kindern und Jugendlichen in schwierigen Verhältnissen. In den beiden Handlungsdomänen Sport und Wirtschaft wurde berufliche Resilienz zwar thematisiert, bisher aber kaum spezifiziert oder empirisch untersucht.

Das übergeordnete Ziel des Projekts ist die Entwicklung eines heuristischen Resilienzmodells für die beiden Handlungsdomänen Sport und Wirtschaft. Die Analysen sollen Erkenntnisse liefern zu (1) den Faktoren bzw. Dimensionen der Resilienz, (2) zu den Bedingungen für bzw. Einflussfaktoren auf die Entstehung und Entwicklung von Resilienz, (3) zu den Effekten von Resilienz und (4) zu der Förderung bzw. dem Training von Resilienz.

Das Projekt wird von der PWS Wollsching-Strobel Management GmbH, Frankfurt am Main von Juli 2015 bis Dezember 2016 über eine Laufzeit von 18 Monaten gefördert. Im Rahmen dieses Projektes werden unter anderem zwei Master-Thesen von Simone Steitz und Mirko Böhm erstellt.