Kongresse/Tagungen

Kongresse und Tagungen

vergangene Tagungen und Kongresse

11th Joint Conference on motor control & learning, biomechanics & training in Sport
HUMAN MOVEMENT AND TECHNOLOGY

11. gemeinsames Symposium der dvs-Sektionen Biomechanik, Sportmotorik
und Trainingswissenschaft

Vom 28. – 30. September 2016 richtet das Institut für Sportwissenschaft der TU Darmstadt das 11. gemeinsame Symposium der dvs-Sektionen Biomechanik, Sportmotorik und Trainingswissenschaft aus.

Weitere Informationen zur Konferenz finden Sie auf der Konferenz-Webseite. und im aktuellen Flyer.

Jahrestagung | dvs -Sektion Sportphilosophie

Vom 28. – 31. Januar 2016 richtet der Arbeitsbereich Sportpädagogik des Institut für Sportwissenschaft der TU Darmstadt die Jahrestagung der dvs-Sektion Sportphilosophie aus.

Thema des Symposiums:
KRAFT, MUSKELN UND GESCHLECHT
Performanz muskulöser Körper im Spitzensport

Weitere Informationen zum Ablauf der Tagung finden Sie hier.

04.-06. November 2010

Anthropotechniken im Sport

Tagung der dvs-Sektion Sportphilosophie

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15.-17. September 2010
Sportinformatik trifft Sporttechnologie
Tagung der dvs-Sektion Sportinformatik in Kooperation mit divers.

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22.–24. Januar 2009
Informations- und Kommunikationstechnologien in der Sportmotorik
Tagung der dvs-Sektion Sportmotorik

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Anthropotechnik im Sport

Tagung der dvs-Sektion Sportphilosophie vom 4.-6. November 2010 in Darmstadt

Versuchte man zu Beginn des letzten Jahrhunderts Fragen nach menschengerechten Maßen und Normen noch anthropometrisch zu beantworten, um etwa für spezielle sportliche Anforderungen hierfür geeignete Körperbautypen zu identifizieren, kam es schon bald zu einer Ausweitung der Ansprüche. Bereits in den zwanziger Jahren des letzten Jahrhunderts wurden erste Spekulationen über antizipierte Möglichkeiten biotechnischer Manipulationen an der menschlichen Erbsubstanz angestellt, die heute kaum noch utopisch klingen. Die aktuellen Technologien zur Vervollkommnung des menschlichen Körpers zielen bereits unverhohlen auf leistungsfördernde Beeinflussungen des menschlichen Erbmaterials („Gendoping“) und beschäftigen den organisierten Sport ebenso wie die nationalen und internationalen Antidopingagenturen.

Der Begriff „Anthropotechnik“, der aktuell von Peter Sloterdijk ins Gespräch gebracht wurde, erlaubt es, an diese Diskussionen anzuknüpfen. Im Sinne des Autors steht der Terminus technicus für Verbesserungsstrategien überhaupt, das heißt er beschränkt sich nicht auf biotechnische Möglichkeiten und Entwicklungen, sondern schließt mentale und physische Übungsverfahren mit ein, die dazu beitragen sollen, das Leben zu steigern. Der Sport erscheint in diesem Zusammenhang als ein prominentes Übungsfeld, das durch Machbarkeitsvorstellungen und Überbietungsstrategien gekennzeichnet ist. Diese werden durch systematische Trainingsformen, spezielle Pädagogiken, Habitusformungen, Exerzitien, Askesen, Artistiken und andere Anthropotechniken bestimmt. In den Blick geraten dadurch vor allem solche Praktiken und Übungen, die sowohl im Spitzensport als auch in den post-klassischen Trendsportarten keineswegs dem Zufall überlassen bleiben. Gefragt werden soll, welche Formen der Verbesserung in unterschiedlichen athletischen Kulturen dominieren beziehungsweise welche natürlichen, technischen und diskursiven Strategien dabei jeweils zur Anwendung kommen. Zu diesem Zweck soll erörtert werden, welche materiellen Anordnungen (Dinge, Artefakte, Architekturen) und sozialen Konstellationen (Gewohnheiten, Selbstformungen, Stilbildungen) in unterschiedlichen sportbezogenen Übungsfeldern vorherrschen. Das Ziel besteht also darin, auf der Basis eines breit fundierten Übungsbegriffes, heterogene Merkmale physiologischer und handlungsbezogener Anthropotechniken im Sport herauszuarbeiten.

Das Tagungsthema bietet Anknüpfungsmöglichkeiten insbesondere für sozial- und kulturwissenschaftlich orientierte Ansätze. Es schließt strukturalistische und systemtheoretische Ansätze ebenso ein wie hermeneutische und phänomenologische Konzepte. Durch diese interdisziplinäre Öffnung wird ein reflexives Verständnis zum praktischen Übungsverhalten in sportbezogenen Kontexten angestrebt.

Beitragsanmeldungen und Exposés (ca. eine Seite) können bis zum 07.07.2010 eingereicht werden.

Kontakt

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